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Wirtschaftlicher Aufstieg unter den Herzögen von Spanheim

Die enge Beziehung zu den Spanheimern war entscheidend für den raschen Aufstieg der Stadt.

Unter Herzog Ulrich II. werden in einer Urkunde des Jahres 1199 die herzogliche Küche und ein herzoglicher Stadel in St. Veit erwähnt. Auch werden im späten 12. Jahrhundert erstmals eine ganze Reihe herzoglicher Bediensteter in Urkunden angeführt.

Unter Herzog Bernhard werden jene Geschlechter, die in einer engen Beziehung zu den Spanheimer Herzögen stehen, nämlich die Osterwitzer, Kraiger und Karlsberger, erstmals als die Inhaber der Hofämter – Mundschenken, Truchsesse und Marschälle – genannt.

Die weitrechenden familiären Beziehungen der aus dem Rheinland stammende Spanheimer, die bis nach Böhmen und Ungarn reichten, sind Grund für die weitgespannten kulturellen Kontakte der Herzogsfamilie. 
               Neben fahrenden Sängern wie Walther von der Vogelweide und Ulrich von Lichtenstein wurde die Literatur auch von einheimischen Dichtern gepflegt, wie etwa dem St. Veiter Heinrich von dem Türlin. Er gilt als der Verfasser des zwischen 1215 und 1230 erschienenen höfischen Romans „Der Aventiure Crone“. Der Roman schildert die Abenteuer des Ritter Gawan am Artushof und auf der Suche nach dem Heiligen Gral. Heinrich war entweder Bürger von St. Veit oder vermutlich als Kanzleibeamter oder als Ministeriale am Hof Herzog Bernhards tätig.

1224 wird St. Veit erstmals als Stadt bezeichnet. Von einer ortsfesten landesfürstlichen St. Veiter Residenz kann aber nicht gesprochen werden, da Herzog Bernhard die meiste Zeit seiner Herrschaft im Gefolge der deutschen Kaiser und Könige verbrachte.

1252 werden landesfürstliche Burgen neben St. Veit auch in Völkermarkt, Klagenfurt genannt. Herzog Ulrich (1256 – 1269) verlagerte den Schwerpunkt seiner Aktivität nach Krain, St. Veit blieb aber sein bevorzugter Aufenthaltsort in Kärnten.

Die Stadt war für die Herzöge neben strategischer auch von wirtschaftlicher Bedeutung. Zu nennen sind vor allen die herzogliche Maut und die Münzstätte, deren ältesten Prägungen schon aus den letzten Jahrzehnten des 12. Jahrhunderts stammen. So ist die erste Münze mit deutscher Aufschrift ein am Hofe Herzog Bernhards geprägter St. Veiter Pfennig.

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